dpa 16.04.99 10:49
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Schweiz verbietet Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen
Bern (dpa) - Gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen in der Schweiz nicht freigesetzt
werden. Eine entsprechende Entscheidung fällte das Bundesamt für Umwelt am Freitag in
Bern. Zwei Freisetzungs-Gesuche für Mais und Kartoffeln wurden abgelehnt.
Nach Ansicht des Amtes ist die Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt bei der Freisetzung
von gentechnisch veränderten Planzen nicht gewährleistet. Außerdem enthalte das in die
Kartoffeln eingebrachte genetische Material Resistenz-Gene gegen Antibiotika, die zum Teil
in der Humanmedizin verwendet würden. Jede Maßnahme, die zur Resistenz- Entwicklung
gegen Antibiotika beitragen könnte, werde strikt abgelehnt.
Bei dem geplanten Mais-Versuch ging es um die Wirksamkeit eines Pflanzenschutzmittels.
Hier sei das Hauptproblem der Pollenflug, erklärte das Umweltamt. Gelangten nämlich
Pollen der T25-Maispflanzen auf ein anderes Feld mit herkömmlichem Mais, könnten dort
bei einer Befruchtung wiederum gentechnisch veränderte Maiskörner entstehen. Dies würde
auch Landwirte treffen, die ausdrücklich ohne gentechnisch veränderte Organismen
produzieren wollten. Die Schweizer Landwirtschaft lebe davon, daß ihre Produkte als rein
und naturnah gelten. Durch solche Gentechnik-Versuche werde dieser Ruf belastet. dpa abc
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