Erstes offizielles Ergebnis des weltweiten Experimentes:
Soja-Allergien sind im letzten Jahr dramatisch
angestiegen. Hauptverdächtiger: Gen-manipuliertes Soja.
Beim York Lebenmittel-Labor liefen die Telefone heiß, aber wenn
die Medien in Ihrem Land dies verfolgen wollen, dann können Sie
es gern kontaktieren. Tel: +44 - 1904 - 690640
Daily Express, 12 März 1999
Warum Soja ein versteckter Zerstörer ist
Exklusiv von Mark Townsend
Neue Besorgnisse über die Sicherheit von genetisch veränderten
Nahrungsmitteln kamen gestern auf, nachdem neue Untersuchungen
zeigten, daß Lebensmittel-Allergien in Zusammenhang mit Soja im
letzten Jahr um 50% zugenommen haben.
Ein Studie - durchgeführt von Europas führenden Spezialisten in Sachen Lebensmittel-Verträglichkeit - hat gezeigt, daß Gesundheitsbeschwerden durch Soja - dem Bestandteil, der am meisten mit genmanipulierter Nahrung assoziiert wird - innerhalb des letzten Jahres von 10 je 100 Patienten auf 15 je 100 Patienten zugenommen haben. Die Forscher am York Lebensmittel-Labor sagten, Ihre Ergebnisse lieferten einen echten Beweis dafür, daß genmanipulierte Nahrung einen greifbaren, schädlichen Einfluss auf den menschlichen Körper haben könnte.
Die Ergebnisse wurden gestern abend an den Gesundheitsminister Frank Dobson geschickt, während Wissenschafler die Regierung drängten, aufgrund dieser Information zu handeln und ein sofortiges Verbot genmanipulierter Nahrung zu erlassen, bis weitere Sicherheitstests durchgeführt worden sind.
Dr. Michael Antoniou, erster Dozent in molekularer Pathologie am Guy´s Krankenhaus in Zentral-London, sagte: "Dies ist eine sehr interessante, wenn auch leicht besorgniserregende Entwicklung. Das weist auf die Tatsache hin, daß weit mehr Arbeit nötig ist, um die Sicherheit zu bewerten. Bis jetzt sind keine Allergie-Tests durchgeführt worden, bevor genmanipulierte Nahrung in den Markt gebracht wurden - und das muß ebenfalls betrachtet werden." John Graham, Sprecher des York Labors, sagte: "Wir glauben, das wirft ernste neue Fragen über die Sicherheit genmanipulierter Nahrung auf, weil es unmöglich ist zu garantieren, daß das Soja, das in den Tests verwendet wurde, frei von Genmanipulation war."
Es ist das erste Mal in 17 Jahren Tests, daß Soja zu den Top 10 der Nahrungsmittel des Labors gehört, die eine allergische Reaktion bei Verbrauchern verursachen. Die Pflanze hat sich um vier Plätze auf den neunten Platz hochbewegt und steht nun auf der gleichen Stufe mit Nahrungsmitteln, die eine langen Tradition in der Verursachung von Allergien haben, wie Hefe, Sonnenblumenkerne und Nüsse.
Graham sagte, daß die Forscher 4.500 Menschen auf allergische Reaktionen bei Gemüsearten einschließlich Soja getestet haben. Die chronischen Krankheiten, die es verursachte, waren u.a. das Reizdarmsyndrom, Verdauungsprobleme und Hautbeschwerden wie Akne und Ekzeme. "Die Menschen litten auch unter neurologischen Problemen wie chronischer Müdigkeit, Kopfschmerzen und Lethargie (Teilnahmslosigkeit). Es ist besorgniserregend!" ergänzte Herr Graham.
Die Forscher hatten das Niveau der Antikörper im Blut der Testpersonen gemessen. Wenn eine Erhöhung des Niveaus entdeckt wurde, dann zeigte dies, daß derjenige an einer Unverträglichkeit bezüglich eines bestimmten Lebensmittels leidet.
Soja, die Wunderpflanze des 20. Jahrhunderts, findet man in 60% aller fertig zubereiteten Lebensmittel in Großbritannien, von Brot über Babynahrung, Fertigcurries bis zur vegetarischen Lasagne. Aber weil genmanipuliertes und natürliches Soja an der Quelle in Amerika - dem größten Anbauer in der Welt - gemischt wird, ist es zunehmend schwierig geworden für den Einzelhändler, die Reinheit irgendeines Produktes zu garantieren.
Letzten Monat haben Greenpeace-Aktivisten aus Protest vier Tonnen Sojabohnen aus Amerika vor die Tür von Downing Street geschüttet. Der Verbraucherverband hat gestern seine Forderung an die Regierung erneuert, die Sicherheit von genmanipulierten Lebensmitteln zu untersuchen. Ein Sprecher sagte: "Wir wissen eben nicht, welche Gesundheitsprobleme in der Zukunft entstehen können." Waitrose kündigte gestern an, daß sie zum Ende des Monats eine eigene Marke für gentechnik-freie Lebensmittel führen werden. Der leitende Direktor David Felwick sagte: "Wir glauben, die Verbraucher sollten in der Lage sein, die Produkte, die sie kaufen, aufgrund von Information auszusuchen."